Innerschweizer Filmpreis 2019

Ein Datum zum Vormerken: am Wochenende vom 9./10 März 2019 findet die zweite Ausgabe des Innerschweizer Filmpreises statt.

Innerschweizer Filmpreisnacht 2017

Am Freitag 11. August 2017 wurden im Open Air Kino Luzern alle prämierten Kurz- und Animationsfilme aufgeführt. Die Albert Koechlin Stiftung stellte Freikarten zur Verfügung, die am Ausleihschalter der Stadtbibliothek Luzern bezogen werden konnten. Trotz nasskalter Witterung: ein gelungener Anlass!

Das gezeigte Programm

Das Engagement

Realisierte Filmproduktionen auszeichnen und neue Filmprojekte im Nachwuchsbereich ermöglichen: Mit einem Innerschweizer Filmpreis und einem Innerschweizer Nachwuchs-Kurzfilmwettbewerb hat die Albert Koechlin Stiftung zwei Projekte zur Förderung des Innerschweizer Filmschaffens gestartet. Mit diesen auf lange Sicht angelegten Engagements will die Albert Koechlin Stiftung ergänzend zur öffentlichen Hand die Filmschaffenden in ihrer Arbeit bestärken und ihre Leistungen anerkennen.

Der Wettbewerb

Eine Fachjury vergibt, verteilt auf bis maximal 12 Produktionen, Preise der Anerkennung und Unterstützung zur kontinuierlichen Weiterarbeit. Das Preisgeld für eine Produktion beträgt maximal CHF 50’000.-. Das Preisgeld für Abschlussfilme (Regie) beträgt maximal CHF 15’000.-. Eingabeberechtigt sind in der Innerschweiz wohnhafte Filmschaffende und/oder hier domizilierte Produktionsfirmen (Kantone LU, NW, OW, SZ, UR).
Spezialpreise werden an bis zu drei eingebende Personen vergeben, die in Funktionen wie Kamera, Drehbuch, Schnitt, Darstellung in tragender Rolle oder Musik an Filmen aus den beiden letzten Jahren mitwirkten und ihren gesetzlichen Wohnsitz seit mindestens zwei Jahren in einem der genannten Innerschweizer Kantone haben. Das Preisgeld pro Vergabe beträgt maximal CHF 15’000.-.

Die Fachjury 2017

Aus 33 zulassungsberechtigten Eingaben mit einer Spielzeit von 29 Gesamtstunden wählte eine unabhängige Fachjury 14 Filme aus. Es handelt sich um Filme, die 2015 oder 2016 ihre Uraufführung erlebten und die sie speziell überzeugten.
Die Fachjury visionierte alle Filme während drei Tagen und legte die Höhe der Filmpreise innerhalb der geltenden Preisgeld-Bestimmungen fest.

Christoph Lichtin

Direktor Historisches Museum Luzern, Leiter Kantonale Museen. Seit September 2013 ist er Direktor des Historischen Museums in Luzern und Leiter der Kantonalen Museen. Vor dieser Tätigkeit war der ausgebildete Kunsthistoriker neun Jahre als Sammlungskonservator im Kunstmuseum Luzern tätig. Er ist Konsultativrat der Albert Koechlin Stiftung im Bereich Kultur.

Sabine Boss

Filmschaffende. Von 1992–95 Filmstudium an der ZHdK. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie mehrere Jahre als Regieassistentin an deutschen Theatern. Seit 2000 ist Sabine Boss freie Autorin und Regisseurin für Film, Fernsehen und Theater, ausserdem ist sie Dozentin an der ZHdK. Sie gewann mit ihrem Film «Der Goalie bin ig» 2014 den Schweizer Filmpreis. 2015 erhielt sie für ihr künstlerisches Schaffen den Swiss Award und den Kulturpreis der AZ Medien.

Christian Frei

Filmschaffender. Studium der Optischen Medien an der Universität Fribourg. Seit 1984 freischaffender Filmemacher und Produzent. 2002 Oscar-Nomination für «War Photographer». 2010 Regiepreis für «Space Tourists» in Sundance. Seit 2006 Lehrbeauftragter für Reflexionskompetenz an der Universität St. Gallen. Seit 2010 Präsident der Schweizer Filmakademie. Er lebt und arbeitet in Zürich.

Peter-Christian Fueter

Filmproduzent. 1966–98 bei Condor Film, 1999–2010 bei C-Films. Wichtigste Filme: Alice (1989), Reise der Hoffnung (1990), Mein Name ist Eugen (2005), Grounding – Die letzten Tage der Swissair (2006), Schellen-Ursli (2015). Zahllose nationale und internationale TV-Filme und -serien, u.a. Eurocops (1987–93), Lüthi und Blanc (1999–2007). Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, u.a. Academy Award («Oscar»), Emmy Awards und Pardo alla Carriera (Locarno).

Hanspeter Müller-Drossaart

Schauspieler. Ausbildung an der Schauspiel-Akademie Zürich, danach Ensemble-Mitglied beim Theater am Neumarkt Zürich, am Schauspielhaus Zürich und am Wiener Burgtheater. Seit 2004 ist Hanspeter Müller-Drossaart als freischaffender Schauspieler besonders in Kino- und Fernsehfilmen sowie als Sprecher tätig. In Filmen wie «Grounding» oder «Eine wen iig, dr Dällebach Kari» verkörperte er tragende Rollen. Mit dem Programm «dichter klang!» ist Müller-Drossaart zur Zeit als Rezitator unterwegs. Geboren in Obwalden, aufgewachsen in Uri.

Beratendes Mitglied:
Martino Froelicher, Projektleiter Albert Koechlin Stiftung

Die Preisvergaben 2017

Die erste Austragung des Innerschweizer Filmpreises vom 4./5. März 2017 ist Geschichte: Am Samstagabend überreichte die Albert Koechlin Stiftung die Innerschweizer Filmpreise an die 15 glücklichen Preisträgerinnen und Preisträger.
Das Wochenende für den Innerschweizer Film stiess vom Auftritt, von den Filmen und vom Veranstaltungsprogramm her auf eine sehr positive Resonanz. Ein Höhepunkt war sicherlich die Preisverleihung, in deren Mittelpunkt die Filmschaffenden standen und an der sie erstmals die ihnen durch die Jury zugesprochene Preissumme erfuhren. Die Gesamtpreissumme umfasste CHF 590’000.–. Impressionen, Medien.

Würdigungstexte der Fachjury

Alleinerziehende Väter Regie: Ursula Brunner, Luzern, Dokumentarfilm, 50 Minuten, 2016
Das Mädchen vom Änziloch Regie: Alice Schmid, Romoos, Dokumentarfilm, 87 Minuten, 2016
Die Brücke über den Fluss Regie: Jadwiga Kowalska, Luzern, Animationsfilm, 6 Minuten, 2016
Die weisse Arche Regie: Edwin Beeler, Emmen, Dokumentarfilm, 89 Minuten, 2016
En La Boca Regie: Matteo Gariglio, Luzern, Dokumentarfilm, 26 Minuten, 2016
Geislemacher Co-Regie: Silvio Ketterer, Arth, Dokumentarfilm, 36 Minuten, 2016
Gotthard Produktion: Zodiac Pictures Ltd, Lukas Hobi, Reto Schaerli, Luzern, Spielfilm, 180 Minuten, 2016
Heidi Produktion: Zodiac Pictures Ltd, Lukas Hobi, Reto Schaerli, Luzern, Spielfilm, 106 Minuten, 2015
Heimatland Co-Regie: Michael Krummenacher, Schwyz, Spielfilm, 99 Minuten, 2015
Immersion Regie: Lalita Brunner, Emmenbrücke, Animationsfilm, 4 Minuten, 2016
Ivan’s Need Co-Regie: Veronica Lingg, Emmenbrücke, Animationsfilm, 7 Minuten, 2015
Rakijada – Distillated Village Tales Regie: Nikola Ilić, Luzern, Dokumentarfilm, 19 Minuten, 2016
Spezialpreis Schnitt Thaïs Odermatt, Luzern, im Film En La Boca (Regie: Matteo Gariglio, Dokumentarfilm, 2016)
Spezialpreis Sounddesign Oswald Schwander, Escholzmatt, im Film Imagine Waking Up Tomorrow And All Music Has Disappeared (Regie: Stefan Schwietert, Dokumentarfilm, 2015)

Ehrenpreis

Die Fachjury sprach sich zudem für die Vergabe eines Ehrenpreises an den Innerschweizer Filmemacher Erich Langjahr aus.

Erich Langjahr, Root Regisseur, Kameramann, Produzent

Die Verleihung aller Preise fand im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Hotel Schweizerhof Luzern statt. Die Höhe der Förderpreise und die Gewinner einer besonderen Hervorhebung wurden erst an der feierlichen Preisübergabe bekannt gegeben.

Die Aufführungen

Alle ausgezeichneten Filme wurden am Wochenende vom 4./5. März 2017 in den Kinos Stattkino und Bourbaki in Luzern und in Anwesenheit der Filmschaffenden öffentlich aufgeführt.