Innerschweizer Filmpreisnacht 2019

Am Open Air Kino Luzern zeigen wir in Anwesenheit der Filmschaffenden eine Auswahl der prämierten Kurz- und Animationsfilme.
Datum: Dienstag, 6. August 2019, ca. 21.15 Uhr

Das Programm

Innerschweizer Filmpreis 2019

Die Austragung des Innerschweizer Filmpreises 2019 ist Geschichte!

Die Austragung vom 9./10. März 2019 war ein tolles Kulturwochenende. Die beiden Tage boten eine feierliche Überreichung der Innerschweizer Filmpreise an die 15 glücklichen Preisträgerinnen und Preisträger, gegen 1‘600 Kinoeintritte und einen gelungenen Einblick hinter die Kulissen des einheimischen Filmschaffens. Das Wochenende der Albert Koechlin Stiftung für den Innerschweizer Film stiess auf eine sehr erfreuliche, stark zunehmende öffentliche und mediale Resonanz.

Fotogalerie der beiden Tagen
Medienmitteilung
Würdigungstexte Fachjury
Medienspiegel, TV-Beiträge

Der Wettbewerb

Geleistetes anerkennen, kontinuierliches Schaffen unterstützen, neue Projekte ermöglichen: Mit dieser Zielsetzung startete die Albert Koechlin Stiftung nach der Erstausgabe 2017 zur zweiten Ausgabe des Innerschweizer Filmpreises von 2019. Während drei Tagen visionierte die unabhängige Fachjury die 33 zulassungsberechtigten Filmproduktionen aus den Jahren 2017 und 2018. Eingabeberechtigt waren in der Innerschweiz wohnhafte Filmschaffende und/oder hier domizilierte Produktionsfirmen.

Die Preise

Eine Fachjury vergab, verteilt auf bis maximal zwölf Produktionen, Preise der Anerkennung und Unterstützung zur kontinuierlichen Weiterarbeit. Das Preisgeld für eine Produktion beträgt maximal CHF 50’000.–. Das Preisgeld für Abschlussfilme (Regie) beträgt maximal CHF 15’000.–. Zudem wurden Spezialpreise (maximal je CHF 15’000.–) an bis zu drei Personen vergeben, die in Funktionen wie Kamera, Drehbuch, Schnitt, Darstellung in tragender Rolle oder Musik an Filmen mitwirkten.

Die Fachjury 2019

Aus 33 zulassungsberechtigten Eingaben mit einer Gesamtspielzeit von 28 Stunden wählte eine unabhängige Fachjury 15 Filme aus. Es handelt sich um Filme, die 2017 oder 2018 ihre Uraufführung erlebt hatten und die sie speziell überzeugten. Die Fachjury visionierte alle Filme während drei Tagen und legte die Höhe der Filmpreise innerhalb der geltenden Preisgeld-Bestimmungen fest.

Christoph Lichtin

Direktor Historisches Museum Luzern, Leiter Kantonale Museen. Seit September 2013 ist er Direktor des Historischen Museums in Luzern und Leiter der Kantonalen Museen. Davor war der ausgebildete Kunsthistoriker neun Jahre als Sammlungskonservator im Kunstmuseum Luzern tätig. Er ist Konsultativrat der Albert Koechlin Stiftung im Bereich Kultur.

Sabine Gisiger

Filmschaffende. Studium der Geschichte in Zürich und Pisa. Seit 1992 freischaffende Filmemacherin. Ihre Kino-Dokumentarfilme wurden national und international ausgezeichnet, darunter Do It (2000), Gambit (2005), Yalom’s Cure (2014) und Willkommen in der Schweiz (2016). Sie ist als Professorin für die Dokumentarfilmausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste zuständig und Mitglied der Schweizer und der Europäischen Filmakademie.

Brigitte Hofer

Filmproduzentin, aufgewachsen in Luzern, 1997 Gründung der Maximage Filmproduktion mit Cornelia Seitler. Seither sind aus ihrer Zusammenarbeit mit visionären Regisseurinnen und Regisseuren preisgekrönte Filme hervorgegangen. So wurden sie fünfmal mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet: Köpek, Above and Below, Heimatklänge, Accordion Tribe und Du&Ich, wie auch mit dem Kanadischen Filmpreis Genie Award für Gambling, Gods and LSD, sowie mit der Deutschen Lola für Above and Below. 2010 wurden sie von der Stadt Zürich für ihr engagiertes Produzieren ausgezeichnet.

Isabelle Favez

Filmschaffende. Von 1994–1999 Filmstudium an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 1999 im Bereich Animationsfilm tätig, Realisierung von Kurzfilmen und Auftragsarbeiten. Nominationen für den Schweizer Filmpreis für Circuit Marine (2005), Au cœur de l’hiver (2013) und Messages dans l’air (2015).

Frank Braun

Kino-, Festival- und Filmschaffender. Als Mitbegründer und Teil der Geschäftsleitung der Neugass Kino AG ist er zuständig für das Programm der Kinos Riffraff & Houdini in Zürich sowie des Kinos Bourbaki in Luzern. Er initiierte Fantoche, das Festival für Animationsfilm in Baden, wofür er bis 2016 verantwortlich zeichnete, und ist weiterhin Programm-Korrespondent für das Filmfestival Locarno. In Koregie drehte er die preisgekrönten Animations-Kurzfilme Die Seilbahn, Schlaf und Islander’s Rest.

Beratendes Mitglied:
Martino Froelicher, Projektleiter Albert Koechlin Stiftung

Die Preisvergaben 2019

Preise für Regie und Filmproduktion

All Inclusive Regie: Corina Schwingruber Ilić, Luzern, Dokumentarfilm, 10 Minuten, 2018
Coyote Regie: Lorenz Wunderle, Luzern, Animationsfilm, 10 Minuten, 2018
Das Leben vor dem Tod Koproduktion: Voltafilm, Romana Lanfranconi, Luzern, Dokumentarfilm, 107 Minuten, 2018
Di Chli Häx Produktion: Zodiac Pictures Ltd, Lukas Hobi, Reto Schaerli, Luzern, Spielfilm, 103 Minuten, 2018
Die göttliche Ordnung Produktion: Zodiac Pictures Ltd, Lukas Hobi, Reto Schaerli, Luzern, Spielfilm, 96 Minuten, 2017
Die Kinder von Babel Regie: Lena Mäder, Luzern, Dokumentarfilm, 49 Minuten, Abschlussfilm, 2017
Hamama & Caluna Regie: Andreas Muggli, Luzern, Dokumentarfilm, 23 Minuten, Abschlussfilm, 2018
Ins Holz Produktion: Mythenfilm, Thomas Horat, Schwyz, Dokumentarfilm, 13 Minuten, 2017
Köhlernächte Regie: Robert Müller, Buttisholz, Dokumentarfilm, 93 Minuten, 2017
Kuap Produktion: Trickproduktion, Nils Hedinger, Luzern, Animationsfilm, 7 Minuten, 2018
Living Like Heta Koregie: Isabella Luu, Luzern, Animationsfilm, 6 Minuten, Abschlussfilm, 2017
Supersonic Airglow Koregie: Stefan Davi / Davix, Luzern, Dokumentarfilm, 51 Minuten, 2017

Spezialpreise

Schauspiel Peter Freiburghaus, Vitznau, im Film Lotto (Regie: Micha Lewinsky, Zürich, Spielfilm, 2017)
Schnitt Corina Schwingruber Ilić, Luzern, im Film Rewind Forward (Regie: Justin Stoneham, Zürich, Dokumentarfilm, 2017)
Drehbuch Christina Caruso, Luzern, im Film Rue de Blamage (Regie: Aldo Gugolz, Berlin, Dokumentarfilm, 2017)

Das Engagement

Realisierte Filmprojekte auszeichnen und neue Filmprojekte im Nachwuchsbereich ermöglichen: Mit einem Innerschweizer Filmpreis und einem Innerschweizer Nachwuchs-Kurzfilmwettbewerb startete die Albert Koechlin Stiftung 2015 zwei Projekte zur Förderung des Innerschweizer Filmschaffens. Mit diesen auf lange Sicht angelegten Engagements will die Albert Koechlin Stiftung die Filmschaffenden in ihrer Arbeit bestärken und ihre Leistungen anerkennen.