Innerschweizer Filmpreis 2019

Herzlich willkommen zum Programm des Innerschweizer Filmpreises 2019!

Die Austragung vom 9./10. März 2019 wird ein tolles Kulturwochenende, auf das sich die Öffentlichkeit freuen darf. Der konzentrierte Einblick in die Innerschweizer Filmlandschaft ist ein Ereignis, das man sich unbedingt vormerken muss.

Alle ausgezeichneten Filme werden am 9./10. März 2019 in den Kinos Stattkino und Bourbaki in Luzern je zweimal öffentlich aufgeführt. Die Filmschaffenden sind für anschliessende Gespräche anwesend.

Am Samstag, 9. März, wird das Bourbaki zum Filmcafé. Filmtalks, Präsentationen und ein Podiumsgespräch bieten die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Films zu werfen und die Perspektiven der regionalen Filmförderung zu diskutieren.

Die Albert Koechlin Stiftung freut sich, mit dem Innerschweizer Filmpreis einen Beitrag zur kulturellen Vielfalt unserer Region zu leisten. Sie versteht ihr Engagement als Ergänzung zur öffentlichen Hand, um das Innerschweizer Filmschaffen auch im Vergleich zu anderen Regionen der Schweiz weiter zu stärken.

Der Wettbewerb

Geleistetes anerkennen, kontinuierliches Schaffen unterstützen, neue Projekte ermöglichen: Mit dieser Zielsetzung startete die Albert Koechlin Stiftung nach der Erstausgabe 2017 zur zweiten Ausgabe des Innerschweizer Filmpreises von 2019. Während drei Tagen visionierte die unabhängige Fachjury die 33 zulassungsberechtigten Filmproduktionen aus den Jahren 2017 und 2018. Eingabeberechtigt waren in der Innerschweiz wohnhafte Filmschaffende und/oder hier domizilierte Produktionsfirmen.

Die Preise

Eine Fachjury vergibt, verteilt auf bis maximal zwölf Produktionen, Preise der Anerkennung und Unterstützung zur kontinuierlichen Weiterarbeit. Das Preisgeld für eine Produktion beträgt maximal CHF 50’000.–. Das Preisgeld für Abschlussfilme (Regie) beträgt maximal CHF 15’000.–. Zudem werden Spezialpreise (maximal je CHF 15’000.–) an bis zu drei Personen vergeben, die in Funktionen wie Kamera, Drehbuch, Schnitt, Darstellung in tragender Rolle oder Musik an Filmen mitwirkten.

Die Preissummen werden am Abend des Samstags, 9. März 2019, bekannt gegeben.

Die Fachjury 2019

Aus 33 zulassungsberechtigten Eingaben mit einer Gesamtspielzeit von 28 Stunden wählte eine unabhängige Fachjury 15 Filme aus. Es handelt sich um Filme, die 2017 oder 2018 ihre Uraufführung erlebt hatten und die sie speziell überzeugten. Die Fachjury visionierte alle Filme während drei Tagen und legte die Höhe der Filmpreise innerhalb der geltenden Preisgeld-Bestimmungen fest.

Christoph Lichtin

Direktor Historisches Museum Luzern, Leiter Kantonale Museen. Seit September 2013 ist er Direktor des Historischen Museums in Luzern und Leiter der Kantonalen Museen. Davor war der ausgebildete Kunsthistoriker neun Jahre als Sammlungskonservator im Kunstmuseum Luzern tätig. Er ist Konsultativrat der Albert Koechlin Stiftung im Bereich Kultur.

Sabine Gisiger

Filmschaffende. Studium der Geschichte in Zürich und Pisa. Seit 1992 freischaffende Filmemacherin. Ihre Kino-Dokumentarfilme wurden national und international ausgezeichnet, darunter Do It (2000), Gambit (2005), Yalom’s Cure (2014) und Willkommen in der Schweiz (2016). Sie ist als Professorin für die Dokumentarfilmausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste zuständig und Mitglied der Schweizer und der Europäischen Filmakademie.

Brigitte Hofer

Filmproduzentin, aufgewachsen in Luzern, 1997 Gründung der Maximage Filmproduktion mit Cornelia Seitler. Seither sind aus ihrer Zusammenarbeit mit visionären Regisseurinnen und Regisseuren preisgekrönte Filme hervorgegangen. So wurden sie fünfmal mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet: Köpek, Above and Below, Heimatklänge, Accordion Tribe und Du&Ich, wie auch mit dem Kanadischen Filmpreis Genie Award für Gambling, Gods and LSD, sowie mit der Deutschen Lola für Above and Below. 2010 wurden sie von der Stadt Zürich für ihr engagiertes Produzieren ausgezeichnet.

Isabelle Favez

Filmschaffende. Von 1994–1999 Filmstudium an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 1999 im Bereich Animationsfilm tätig, Realisierung von Kurzfilmen und Auftragsarbeiten. Nominationen für den Schweizer Filmpreis für Circuit Marine (2005), Au cœur de l’hiver (2013) und Messages dans l’air (2015).

Frank Braun

Kino-, Festival- und Filmschaffender. Als Mitbegründer und Teil der Geschäftsleitung der Neugass Kino AG ist er zuständig für das Programm der Kinos Riffraff & Houdini in Zürich sowie des Kinos Bourbaki in Luzern. Er initiierte Fantoche, das Festival für Animationsfilm in Baden, wofür er bis 2016 verantwortlich zeichnete, und ist weiterhin Programm-Korrespondent für das Filmfestival Locarno. In Koregie drehte er die preisgekrönten Animations-Kurzfilme Die Seilbahn, Schlaf und Islander’s Rest.

Beratendes Mitglied:
Martino Froelicher, Projektleiter Albert Koechlin Stiftung

Die Preisvergaben 2019

Preise für Regie und Filmproduktion

All Inclusive Regie: Corina Schwingruber Ilić, Luzern, Dokumentarfilm, 10 Minuten, 2018
Coyote Regie: Lorenz Wunderle, Luzern, Animationsfilm, 10 Minuten, 2018
Das Leben vor dem Tod Koproduktion: Voltafilm, Romana Lanfranconi, Luzern, Dokumentarfilm, 107 Minuten, 2018
Di Chli Häx Produktion: Zodiac Pictures Ltd, Lukas Hobi, Reto Schaerli, Luzern, Spielfilm, 103 Minuten, 2018
Die göttliche Ordnung Produktion: Zodiac Pictures Ltd, Lukas Hobi, Reto Schaerli, Luzern, Spielfilm, 96 Minuten, 2017
Die Kinder von Babel Regie: Lena Mäder, Luzern, Dokumentarfilm, 49 Minuten, Abschlussfilm, 2017
Hamama & Caluna Regie: Andreas Muggli, Luzern, Dokumentarfilm, 23 Minuten, Abschlussfilm, 2018
Ins Holz Produktion: Mythenfilm, Thomas Horat, Schwyz, Dokumentarfilm, 13 Minuten, 2017
Köhlernächte Regie: Robert Müller, Buttisholz, Dokumentarfilm, 93 Minuten, 2017
Kuap Produktion: Trickproduktion, Nils Hedinger, Luzern, Animationsfilm, 7 Minuten, 2018
Living Like Heta Koregie: Isabella Luu, Luzern, Animationsfilm, 6 Minuten, Abschlussfilm, 2017
Supersonic Airglow Koregie: Stefan Davi / Davix, Luzern, Dokumentarfilm, 51 Minuten, 2017

Spezialpreise

Schauspiel Peter Freiburghaus, Vitznau, im Film Lotto (Regie: Micha Lewinsky, Zürich, Spielfilm, 2017)
Schnitt Corina Schwingruber Ilić, Luzern, im Film Rewind Forward (Regie: Justin Stoneham, Zürich, Dokumentarfilm, 2017)
Drehbuch Christina Caruso, Luzern, im Film Rue de Blamage (Regie: Aldo Gugolz, Berlin, Dokumentarfilm, 2017)

Tickets & Reservationen

Mit dem Kauf eines Tagestickets für CHF 10.– haben Sie unbeschränkten Zugang zum Innerschweizer-Filmpreis-Programm des entsprechenden Tages.
Kauf Tagestickets und Reservation der Filmblöcke hier.

Das Engagement

Realisierte Filmprojekte auszeichnen und neue Filmprojekte im Nachwuchsbereich ermöglichen: Mit einem Innerschweizer Filmpreis und einem Innerschweizer Nachwuchs-Kurzfilmwettbewerb startete die Albert Koechlin Stiftung 2015 zwei Projekte zur Förderung des Innerschweizer Filmschaffens. Mit diesen auf lange Sicht angelegten Engagements will die Albert Koechlin Stiftung die Filmschaffenden in ihrer Arbeit bestärken und ihre Leistungen anerkennen.