Innerschweizer Filmpreis 2021

Am Wochenende vom 6./7. März 2021 findet die dritte Ausgabe des Innerschweizer Filmpreises der Albert Koechlin Stiftung statt. Eine unabhängige Fachjury hat aus 34 Eingaben 15 Filme aus unserer Region prämiert. Statt wie gewohnt im Kino, findet der Innerschweizer Filmpreis 2021 in einer Online-Version statt.

Wir werden für Sie eine Streaming-Plattform einrichten, auf der Sie während der zwei Tage für einen Pauschalbeitrag von CHF 10.- eine beliebige Anzahl der 15 prämierten Filme sehen können. Alle näheren Informationen zur Online-Ausgabe 2021 folgen hier zu gegebener Zeit.

Der Wettbewerb

Geleistetes anerkennen, kontinuierliches Schaffen unterstützen, neue Projekte ermöglichen: Mit dieser Zielsetzung startete die Albert Koechlin Stiftung nach den Ausgaben 2017 und 2019 zur dritten Ausgabe des Innerschweizer Filmpreises von 2021. Während drei Tagen visionierte die unabhängige Fachjury die 34 zulassungsberechtigten Filmproduktionen aus den Jahren 2019 und 2020. Eingabeberechtigt waren in der Innerschweiz wohnhafte Filmschaffende und/oder hier domizilierte Produktionsfirmen.

Die Preise

Eine Fachjury vergab, verteilt auf bis maximal zwölf Produktionen, Preise der Anerkennung und Unterstützung zur kontinuierlichen Weiterarbeit. Das Preisgeld für eine Produktion beträgt CHF 50’000.–. Das Preisgeld für Abschlussfilme (Regie) beträgt CHF 20’000.–. Zudem wurden Spezialpreise (je CHF 20’000.–) an bis zu drei Personen vergeben, die in Funktionen wie Kamera, Drehbuch, Schnitt, Darstellung in tragender Rolle oder Musik an Filmen mitwirkten.

Die Fachjury 2021

Aus 34 zulassungsberechtigten Eingaben mit einer Gesamtspielzeit von 31 Stunden wählte eine unabhängige Fachjury 15 Filme aus. Es handelt sich um Filme, die 2019 oder 2020 ihre Uraufführung erlebt hatten und die sie speziell überzeugten. Die Fachjury visionierte alle Filme während drei Tagen und legte die Höhe der Filmpreise innerhalb der geltenden Preisgeld-Bestimmungen fest.

Christian Frei

Filmschaffender. Studium der Optischen Medien an der Universität Fribourg. Seit 1984 freischaffender Filmemacher und Produzent. 2002 Oscar-Nomination für War Photographer. 2010 und 2018 Regiepreise für Space Tourists und Genesis 2.0 in Sundance. Seit 2006 Lehrbeauftragter für Reflexionskompetenz an der Universität St. Gallen. Seit 2010 Präsident der Schweizer Filmakademie. Er lebt und arbeitet in Zürich.

Heidi Specogna

Geboren in Biel. 1982-88 Studium an der DFFB (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin). 1990 Gründung der Produktionsfirma Specogna Film. 2007 Schweizer Filmpreis, Bester Dokumentarfilm für The Short Life Of José Antonio Gutierrez. 2017 Schweizer Filmpreis, Bester Dokumentarfilm für Cahier africain. 2019 Konrad-Wolf-Preis der Akademie der Künste, Berlin. Professorin für Dokumentarfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg.

Aline Schmid

Geboren 1980 im Aargau. Studium der Gesellschaftswissenschaften in Fribourg sowie Drehbuch in Stuttgart. Nach Engagements bei Film- und Musikfestivals in der Schweiz und im Ausland wurde sie 2006 Head of Distribution für Cineworx in Basel. Danach arbeitete sie als Produzentin bei Intermezzo Films, ehe sie 2016 ihre eigene Produktionsfirma Beauvoir Films in Genf gründete. Produzierte unter anderem preisgekrönte Filme wie Walden (2018), Closing Time (2018), Sonita (2016), Almost There (2016), Broken Land (2014).

Claudius Gentinetta

Geboren 1968 in Luzern. 1984-89 Ausbildung an der HSLU (Hochschule Luzern, Design & Kunst). 1995 Atelierjahr Stipendium in Krakau. Lebt als Trickfilmer und Comiczeichner in Zürich. Als Animationsfilmer u.a. Festivalpreise für Die Seilbahn (2009), 2010 für Schlaf, 2018 u.a. Schweizer Filmpreis für Selfie.

Laura Walde

Jahrgang 1988, Studium Filmwissenschaft und Anglistik an den Universitäten Zürich und Aberdeen. Nach dreijähriger Tätigkeit als Co-Leiterin der Schweizer Jugendfilmtage doktoriert sie innerhalb des SNF-Forschungsprojekts Exhibiting Film: Challenges of Format an der Universität Zürich. Seit 2013 als Programmkuratorin für die Internationalen Kurzfilmtage Winterthur tätig.

Beratendes Mitglied:
Martino Froelicher, Projektleiter Albert Koechlin Stiftung

Die Preisvergaben 2021

Preise für Regie und Filmproduktion

Burning Memories Regie: Alice Schmid, Romoos, Dokumentarfilm, 80 Minuten, 2020
Der kleine Vogel und die Bienen Regie: Lena von Döhren, Emmen, Animationsfilm, 4.30 Minuten, 2020
Frieden Produktion: Zodiac Pictures Ltd, Lukas Hobi, Reto Schaerli, Luzern, Spielfilm, 6 Folgen à 50 Minuten, 2020 (Regie: Michael Schaerer, Drehbuch: Petra Volpe)
Hexenkinder Regie: Edwin Beeler, Emmen, Dokumentarfilm, 96 Minuten, 2020
IHR Co-Regie: Louis Möhrle, Luzern, Animationsfilm, Abschlussfilm, 6 Minuten, 2019 (Co-Regie Amélie Cochet)
Kühe auf dem Dach Produktion: Revolumenfilm, Aldo Gugolz, Christina Caruso, Luzern, Dokumentarfilm, 83 Minuten, 2020 (Regie: Aldo Gugolz, Kamera: Susanne Schüle)
Mama Rosa Regie: Dejan Barac, Ebikon, Dokumentarfilm, Abschlussfilm, 20 Minuten, 2019
Megamall Regie: Aline Schoch, Luzern, Animationsfilm, Abschlussfilm, 4.20 Minuten, 2020
Nach dem Sturm Regie: Beat Bieri, Jörg Huwyler, Luzern, Dokumentarfilm, 118 Minuten, 2019
Rara Avis Regie: Mirjam Landolt, Küssnacht am Rigi, Dokumentarfilm, 61 Minuten, 2020
Unter einem Dach Regie: Maria Müller, Adligenswil, Dokumentarfilm, 87 Minuten, 2019
Von weiter Zeit Regie: Edith Flückiger, Luzern, Experimentalfilm, 11 Minuten, 2019

Spezialpreise

Schauspiel Elvira Plüss, Luzern, im Film Fensterlos (Regie: Samuel Flückiger, Zürich, Spielfilm, 27 Minuten, 2019
Musik Jacqueline Wachter, Steinen SZ, im Film Die Rückkehr der Wölfe (Regie: Thomas Horat, Schwyz, Dokumentarfilm, 90 Minuten, 2019)
Sounddesign Oswald Schwander, Escholzmatt, im Film Wer sind Wir (Regie: Edgar Hagen, Basel, Dokumentarfilm, 75 Minuten, 2019)

Das Engagement

Realisierte Filmprojekte auszeichnen und neue Filmprojekte im Nachwuchsbereich ermöglichen: Mit einem Innerschweizer Filmpreis und einem Innerschweizer Nachwuchs-Kurzfilmwettbewerb startete die Albert Koechlin Stiftung 2015 zwei Projekte zur Förderung des Innerschweizer Filmschaffens. Mit diesen auf lange Sicht angelegten Engagements will die Albert Koechlin Stiftung die Filmschaffenden in ihrer Arbeit bestärken und ihre Leistungen anerkennen.